Rafa­el Par­ga ent­wirft Bei­stell­tisch für Schwei­zer Möbel­ma­nu­fak­tur de Sede

Die Zusammenarbeit zwischen der Möbelmanufaktur und dem Architekturbüro begann eher zufällig durch einen langjährigen Kontakt zwischen Denis Dünki, Mitglied der Geschäftsleitung von de Sede, und Rafael Parga, Head of Design bei Mint Architecture. Auslöser war ein Besuch der Manufaktur. Parga begegnet dabei Markus Wildner, dem Leiter Produktentwicklung. Aus der gemeinsamen Begeisterung für die de Sede Klassiker und nach einem gegenseitig inspirierenden Austausch über mögliche zukünftige Entwicklungen für die Manufaktur entstand spontan der Auftrag für einen neuen Beistelltisch. Dieser wird nun erstmals anfangs September 2021 am Salone der Mobile in Milano einem grossen Publikum präsentiert. Rafael Parga zum Design der neuen DS-5250 Serie.

Was waren die Vor­ga­ben von de Sede an das Design eines neu­en Bei­stell­ti­sches?
Ein inspi­rie­ren­des Pro­dukt zu schaf­fen, das Aus­druck der tra­di­tio­nel­len Leder­hands­werks­kunst der Schwei­zer Möbel­ma­nu­fak­tur ist und das den Kund_innen das bekann­te de Sede Erleb­nis in kom­pak­ter Form bie­tet.

Wodurch wur­den Sie inspi­riert?

In erster Linie von der Kol­lek­ti­on von de Sede selbst und der kon­trast­rei­chen Ein­fach­heit eini­ger Ent­wür­fe, wie dem neu­em Stuhl DS-707, bei dem nur allein durch die Metho­de des Fal­tens das Objekt geschaf­fen wur­de. Die­se Kon­tra­stie­rung leg­te ich mei­nem Ent­wurf durch die Wahl von In erster Linie von der Kol­lek­ti­on von de Sede selbst und der kon­trast­rei­chen Ein­fach­heit eini­ger Ent­wür­fe, wie dem neu­em Ses­sel DS-707, bei dem nur allein durch die Metho­de des Fal­tens das Objekt geschaf­fen wur­de. Die­se Kon­tra­stie­rung leg­te ich mei­nem Ent­wurf durch die Wahl von zwei Mate­ria­li­en zugrun­de, die ich kon­trär in Bezug stell­te. Das heisst, das Leder, das kei­ne eige­ne Form hat, ver­wen­de­te ich als Hül­le und schaff­te damit den «schwe­ren» Teil des Objek­tes. Dem gegen­über setz­te ich das Ele­ment Metall, das nor­ma­ler­wei­se als schwer und sper­rig asso­zi­iert wird, sich jedoch beim DS-5250 fili­gran an das Leder anschmiegt.

Gibt es eine Geschich­te hin­ter dem Design?
Weni­ger eine Geschich­te als viel­mehr die Inten­ti­on der Ver­kör­pe­rung einer Balan­ce. Ein run­der Tisch mit zwei Hälf­ten, wel­che die Form­spra­che und Funk­ti­on des Objek­tes prä­gen. Die Ver­wen­dung von zwei Ele­men­ten, die Sta­bi­li­tät und Leich­tig­keit kom­mu­ni­zie­ren und von zwei Mate­ria­li­en, die Käl­te (Metall) und Wär­me (Leder) asso­zi­ie­ren. Dabei haben wir uns im Design­pro­zess mit der Fra­ge aus­ein­an­der­ge­setzt, wie die Mate­ria­li­en behan­delt wer­den sol­len, um den Her­stel­lungs­pro­zess zu ver­ein­fa­chen. Ein dün­nes Metall­blech bei­spiels­wei­se kann gefal­tet wer­den, wodurch Sta­bi­li­tät erzeugt wird, ohne dass ande­re phy­si­ka­li­sche Ver­bin­dun­gen erfor­der­lich sind.

Rafa­el Par­ga, Head of Design, Mint Architecture

«Ich zie­he es vor, mit einem phy­si­schen Objekt zu arbei­ten, das ein Gefühl für Pro­por­tio­nen und Gewicht ver­mit­telt, was bei digi­ta­len Metho­den nicht erreicht wer­den kann.»

Wie genau gestal­tet sich der Design­pro­zes­se?
Die­ser ist immer drei­stu­fig. Wir begin­nen mit dem Design, indem wir in der Aus­ein­an­der­set­zung Die­ser ist immer drei­stu­fig. Wir begin­nen mit dem Design, indem wir in der Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Brie­fing bereits erste Ideen skiz­zie­ren. Wir den­ken sozu­sa­gen mit den Hän­den. Spä­ter wer­den die Skiz­zen in die 3D-Model­lie­rung über­tra­gen und die Ideen kon­kre­ti­siert. Gleich­zei­tig begin­nen wir bereits in einem frü­hen Sta­di­um mit der Arbeit des Pro­to­ty­pen. Ich zie­he es vor, mit einem phy­si­schen Objekt zu arbei­ten, das ein Gefühl für Pro­por­tio­nen und Gewicht ver­mit­telt, was bei digi­ta­len Metho­den nicht erreicht wer­den kann.

Was ver­kör­pert das Design des DS-5250 für Sie?
Ein­fach­heit durch Design. Mög­lich wur­de dies durch die Zusam­men­ar­beit mit lei­den­schaft­li­chen Hand­wer­kern, die das Pro­dukt ent­wickelt haben, ohne die ursprüng­li­che Idee zu ver­än­dern. De Sede hat ein Team, das die not­wen­di­ge Auf­merk­sam­keit für das Detail aufbringt. 

Der Bei­stell­tisch DS-5250 ist in zwei Grös­sen und unter­schied­li­chen Mate­ria­li­en erhält­lich: www.desede.ch/de/DS-5250

Rafa­el Par­ga, Head of Design
Der gebür­ti­ge Spa­ni­er Rafa­el Par­ga ist Archi­tekt ESARQ (M. Sc.) und lei­tet seit 2017 das Design­team bei Mint Archi­tec­tu­re. Sei­ne Affi­ni­tät und sein aus­ge­präg­tes Ver­ständ­nis für das Pro­dukt­de­sign wider­spie­gelt sich auch in den Ent­wür­fen für die Archi­tek­tur­pro­jek­te des auf nut­zer- und erleb­nis­ori­en­tier­ten spe­zia­li­sier­ten Büros.

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