«Die Expan­si­on nach Deutsch­land ist ein näch­ster logi­scher Schritt»

Die Eröffnung eines Office in den Räumlichkeiten der Schwesterngesellschaft ATP Frankfurt stellt ein weiterer erfolgreicher Schritt in der Geschichte von Mint Architecture dar (vgl. Kasten). Peter Roth, seit 2015 CEO von Mint Architecture, sagt, weshalb es das Schweizer Architekturbüro nach Deutschland zieht.

Peter Roth
Peter Roth ist seit 2015 CEO und Part­ner von Mint Architecture.

Wes­halb eröff­net Mint Archi­tec­tu­re als Schwei­zer Archi­tek­tur­bü­ro in Frank­furt eine Nie­der­las­sung?
Mit unse­rer nut­zer­ori­en­tier­ten Aus­rich­tung in der kom­mer­zi­el­len Archi­tek­tur konn­ten wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in ver­schie­de­nen Märk­ten eine ein­zig­ar­ti­ge Markt­stel­lung auf­bau­en. Dabei sind wir seit lan­gem in allen drei Schwei­zer Lan­des­tei­len erfolg­reich und sind es uns gewohnt, mit inter­na­tio­nal agie­ren­den Unter­neh­men zusam­men­zu­ar­bei­ten. Frank­furt ist nach dem Zusam­men­schluss mit unse­rer euro­pä­isch agie­ren­den Mut­ter­ge­sell­schaft qua­si ein logi­scher Schritt, um unser Wachs­tum wei­ter­zu­füh­ren und mit unse­rer Exper­ti­se auch in unse­re Nach­bar­län­der zu expan­die­ren. Dabei eig­net sich der Frank­fur­ter Stand­ort aus zwei­er­lei Grün­den: Zum einen kön­nen wir Syn­er­gien nut­zen, in dem wir zusam­men mit dem Gesamt­pla­nungs­stand­ort unse­rer Schwe­ster­ge­sell­schaft ATP Frank­furt in neue Räu­me am West­ha­fen Pier zie­hen. Zum ande­ren ist Frank­furt als Stand­ort vie­ler inter­na­tio­na­ler Unter­neh­men der per­fek­te Hub auch für län­der­über­grei­fen­de Pro­jek­te.

Wel­che Chan­cen eröff­nen sich als Schwei­zer Archi­tek­tur­bü­ro in Deutsch­land?
Die Schweiz steht in Deutsch­land gene­rell für Qua­li­tät – das Renom­mee Schwei­zer Archi­tek­tur mani­fe­stiert sich in gros­sen Bau­ten. Trotz­dem, als unab­hän­gi­ges Schwei­zer Archi­tek­tur­bü­ro wäre die­ser Schritt wohl ein zu wag­hal­si­ger gewe­sen. Die gröss­te Chan­ce ergibt sich des­halb sicher dadurch, dass wir zusam­men mit einer gut ver­netz­ten Schwe­ster­ge­sell­schaft, die den loka­len Markt kennt, star­ten kön­nen. Die räum­li­che Nähe legt den Grund­stein, unse­re Erfolgs­sto­ry wei­ter­zu­er­zäh­len und unse­re Erfah­rung in unse­ren Kern­märk­ten ein­zu­brin­gen. Aber auch als Büro neue Impul­se zu erfah­ren, die uns in unse­rem Schaf­fen wei­ter­brin­gen, sehen wir für die Wei­ter­ent­wick­lung von Mint Archi­tec­tu­re als gros­se Chan­ce und freu­en uns sehr dar­auf.

Im Moment star­tet Mint Archi­tec­tu­re mit einem Mit­ar­bei­ten­den in Frank­furt. Wel­ches sind die wei­te­ren Plä­ne?
Das erste Etap­pen­ziel ist es, Chri­stof Adam in unse­re Mint Kul­tur ein­zu­bin­den und bis zum Jah­res­en­de ein Team von vier Mit­ar­bei­ten­den in Frank­furt auf­zu­bau­en. Die ersten bei­den Mit­ar­bei­ten­den stos­sen bis Okto­ber ins Frank­fur­ter Mint Team. So kön­nen wir bereits lau­fen­de Pro­jek­te, aber auch neue Anfra­gen von bestehen­den Kun­den und aus dem Netz­werk der ATP-Grup­pe direkt von Frank­furt aus bearbeiten.

Por­trait
Love this Place – mit kla­rer Posi­tio­nie­rung und
Lei­den­schaft zum erfolg­rei­chen Architekturbüro


Die heu­ti­ge Mint Archi­tec­tu­re wird 1995 unter dem Namen Dis­play AG als eigen­stän­di­ge Agen­tur für drei­di­men­sio­na­le Gestal­tung von einer der damals schnellst­wach­sen­den Laden­ket­ten in der Schweiz gegrün­det. Nach deren Ver­kauf über­nimmt der Grün­der Tho­mas Stie­fel die Geschicke der Agen­tur und for­miert sie 2003 zur ersten spe­zia­li­sier­ten Retail­agen­tur. Der Name Retail­part­ners steht fort­an für erfolg­rei­che Markenräume.

Aus Retail­part­ners wird Mint Archi­tec­tu­re
In der Fol­ge bau­en Retail­part­ners ihre Kom­pe­ten­zen sowohl in der stra­te­gi­schen Bera­tung als auch im Archi­tek­tur­be­reich wei­ter aus, expan­die­ren in neue Märk­te und fokus­sie­ren zuneh­mend auf die Opti­mie­rung kom­mer­zi­el­ler Flä­chen. Mit neu­em Namen und Markt­auf­tritt wird 2017 der Neu­po­si­tio­nie­rung Aus­druck gege­ben. Archi­tek­ten für beleb­te und belieb­te Orte – so lau­tet die neu for­mu­lier­te Mar­ken­po­si­tio­nie­rung. Oder im Claim aus­ge­drückt «love this place». Mint Archi­tec­tu­re spe­zia­li­siert sich auf kom­mer­zi­ell genutz­te und erleb­nis­ori­en­tier­te Archi­tek­tur. Der dabei ver­folg­te syste­ma­ti­sche Ansatz in der Revi­ta­li­sie­rung und Akti­vie­rung bestehen­der Flä­chen und Lie­gen­schaf­ten wird für Pro­jek­te in den Märk­ten Com­mer­cial & Mixed Use, Work & Edu­ca­ti­on, Gastro­no­my & Food, Brand & Life­style, Ban­king & Finan­ce, Health & Hospi­ta­li­ty sowie Hub & Public Places ange­bo­ten. Indi­vi­du­ell auf jedes Pro­jekt zuge­schnit­ten, ent­wickeln und rea­li­sie­ren inter­dis­zi­pli­nä­re Teams ein­zig­ar­ti­ge räum­li­che Iden­ti­tä­ten, die den Endkund_innen einen hohen Nut­zen sowie ein ein­zig­ar­ti­ges Erleb­nis bie­ten und damit die Grund­la­ge für kom­mer­zi­el­le Erfol­ge legen.

Neu­er star­ker Haupt­ak­tio­när
Zwei Jah­re nach der erfolg­rei­chen Neu­aus­rich­tung gewinnt Mint Archi­tec­tu­re 2019 mit der euro­pa­weit agie­ren­den Pla­nungs­grup­pe ATP archi­tek­ten inge­nieu­re (ATP) einen neu­en Haupt­ak­tio­när und führt sei­ne Wachs­tums­stra­te­gie fort. Das Büro beschäf­tigt aktu­ell 50 Mit­ar­bei­ten­de. 2021 folgt nun der Schritt ins Aus­land mit einem ersten Office in Frankfurt.

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